Titel - Geschichte Breitenfurts

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Sagen

 

  Auf dieser Homepage stellt sich der österreichische Ort Breitenfurt vor. Alle Angaben basieren zum größten Teil auf den heimatkundlichen Forschungen von Franz Österreicher und Dr. Wilhelm Twerdy. Sie konnten ihre Arbeiten auf die Ergebnisse schon früher tätige Forscher wie unter anderen Pfarrer Heinrich Raab, Pfarrer Kurt Hartmann, Dr. Ilg und Eckehardt Knab stützen.

  Breitenfurt besteht aus den fünf Karastralgemeinden Breitenfurt-Ostende, Breitenfurt-Ost, Breitenfurt-West, Hochroterd und Großhöniggraben. und hat eine Fläche von 2.699,9703 ha².
  In der Länge hat Breitenfurt eine Ausdehnung von 11,7 km (Luftlinie). Die schmalste Stelle in Nord/Süd-Richtung (Kaiserstein) ist nur 350 m breit und die breiteste Stelle ist 4,3 km.. Die höchste Stelle befindet sich in der Lichteiche und ist 592 m über dem Meeresspiegel. Der tiefste Punkt befindet sich im Liesingbach an der östlichen Grenze Breitenfurts und liegt 260 m über dem Meeresspiegel.
  Breitenfurt hatte per 30. 4. 1999 eine Einwohnerzahl von 5.211 Personen, 7.303 (davon 3.450 männlich und 3.853 weiblich) einschließlich Zweitwohnsitzen. Im Jahr 1978 standen 1783 Häuser im Ortsgebiet von Breitenfurt. Für ausführlichere Zahlen gehen Sie bitte weiter zu den Statistiken.

  Die Marktgemeinde Breitenfurt ist eine Ortschaft in Österreich an der Westgrenze der Bundeshauptstadt Wien angrenzend. Sie liegt damit im niederösterreichischen Bezirk Mödling.

Österreich

  Erreichen kann man Breitenfurt am günstigsten von der Autobahn A1 über die Abfahrt "Pressbaum", von der A23 über die Abfahrten "Mayerling" und "Sittendorf" und von der A2 über die Abfahrt "Vösendorf". Von Wien aus kommt man am besten mit dem Autobus über Rodaun (Straßenbahn 60), Liesing (Schnellbahn) oder Siebenhirten (U- Bahn U6) nach Breitenfurt.

Karte Breitenfurt

  In Breitenfurt gibt es insgesammt 120 Straßen, Gassen, Plätze und Wege.

  Der Name "Breitenfurt" tauchte Urkundlich zuerst als Flurbezeichnung auf. Die älteste, bekannten sind die Herrschaftsakten Rodaun vom 24. Juni 1544. Dort wird im Zusammenhang mit einem "Gereit" (Gereut = Rodungsfläche) ein Bach erwähnt, "der aus dem preitten furtt fließt". In einer von 6. Februar 1557 stammenden Urkunde wird eine große Wiese namends "Praittenfurtt" an einen gewissen Lienhart Humpersberger verliehen. Weiters wird der Name "Praittenfurtt" in einem Breif vom August 1569 und im Urbar der Herrschaft Purkersdorf aus dem Jahr 1572 erwähnt. Diese Urkunden enthalten die Bezeichnung aber immer in Zusammenhang mit Grundstücken und nichts deutet darauf hin, daß es eine Besiedlung dieser Gegend gegeben hat.

Urkunde Ersterwähnung
Auszug aus den Herrschaftsakten Rodaun 1544

  Breitenfurt als Dorf wird das erste Mal im Zusammenhang mit der Entstehung des Wiesenwirtshauses im Jahr 1622 erwähnt. Damit ist es wahrscheinlich, daß Breitenfurt in den Jahren zwischen 1591 und 1622 entstand.
  Über die Herkunft des Namens "Breitenfurt" gibt es zwei Versionen.
  Der Heimatforscher Franz Österreicher glaubte, eine in der Nähe des Wiesenwirtshauses liegende Furt, die den Waldarbeitern ein bequemes überqueren des Baches erlaubte, sie als "Breite Furt" Pate für den Flur- und später Ortsnamen gewesen.
  R. Müller glaubt dagegen, daß der Talübergang von Wolfsgraben nach Breitenfurt Kleiner Semmering für die Namensgebung verantwortlich war. Früher wurde das Wort "Furt" nicht nur für Übergänge über fließendes Wasser benutzt sondern generell für "Weg, Übergang, gangbare Stelle".

  Am 18. Dezember 1928 beschloß der Gemeinderat bei einer Sitzung, um die Erhebung zur Marktgemeinde bei der Niederösterreichischen Landesregierung anzusuchen. Im Jahr darauf wurde um die Genehmigung des Marktwappens gebeten und anläßlich der Markterhebung von Breitenfurt 1930 wurde auch die Genehmigung zur Führung des Wappens erteilt.

Wappen

  Das Wappen zeigt im Vordergrund einen durch einen Bach führenden Weg von dem Breitenfurt (Breite Furt) seien Namen herleitet. Links ist eine Ruine zu sehen, die das wahrscheinlich während des 2. Türkensturms 1683 zerstörte kaiserliche Jagdschlößchen zeigt. Rechts ist eine Kirche zu sehen, die vermutlich die ehemalige Schloßkapelle und heutige Pfarkirche St. Johann Nepomuk zeigt. Über der Ruine schwebt ein Anker, der die Hoffnung symbolisiert, daß aus erstörtem neues Leben erblühen solle.

  Als Vorlage diente das Wappen des ehemaligen Schloßherrn Gregor Wilhelm Kirchner (1671-1735). Das Wappen fand man auf dem Bronzesarg, der sich noch heute in der Gruft der Pfarrkirche St. Johann Nepomuk befindet.

Altes Wappen

  Pfarrer Heinrich Raab entdeckte es bei Renovierungsarbeiten im Jahr 1887. Er ließ eine Kopie aus Holz und eine als mehrfarbige Stickerei aus Seiden- und Goldfäden anfertigen, die sich noch heute im Besitz der Pfarre befinden.
  Im Jahre 1956 montierte der Heimatforscher Franz Österreicher das Originalwappen zu Forschungszwecken mit dem Einverständniss von Pfarrer Hartmann ab und fertigte einige Fotographien an.